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Kritische Fragen? Wir haben die Antwort.

19.03.2018

Sicherheit ist zentral. Unsere Stellungnahme zu den häufigsten Ängsten und Zweifeln rund um das Kala '18.

51 Jubla-Scharen der Kantone SG/AI/AR/GL werden diesen Sommer am Kantonslager 2018 im Rheintal teilnehmen. Ein einmaliges Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Nicht zuletzt auch, da sich ihnen die Gelegenheit, Teil eines so grossen Anlasses zu sein, nicht mehr so schnell bieten wird.

Im Rahmen des Anmeldungsprozesses sind viele Scharen mit kritischen Fragen zum Kantonslager konfrontiert worden. Besonders die Aspekte der grossen Teilnehmerzahl oder die Tatsache, dass einige Scharen noch nie in ein Zeltlager aufgebrochen sind, wirken bei vielen Kindern und vor allem Eltern abschreckend. Verständlich, wie das Organisationskomitee (OK) findet, da ein Lager in diesem Ausmass auch für uns eine neue Situation darstellt.

Trotzdem sind wir der Meinung, dass dies kein Grund sein sollte, das Lager nicht zu besuchen. Denn die Sicherheit aller Teilnehmer ist auch für uns das allerhöchste Anliegen im Kantonslager 2018. Was das genau heisst, beantworten wir Ihnen gleich anhand der häufigsten Fragen.

  • 3'000 Teilnehmende – ist mein Kind da noch sicher?
    Das Lager ist ein sehr grosser Anlass, die Scharen verbringen den Grossteil ihrer Zeit aber in viel kleineren Gruppen. Alle Teilnehmer kommen nur vier Mal, bei den sogenannten Big Points, zu kürzeren gemeinsamen Aktivitäten zusammen. Hier lebt der Geist des Kantonslagers, natürlich bringt eine solche Menschenmasse aber auch Herausforderungen mit sich. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und setzen gezielt einen privaten Sicherheitsdienst ein. Den Rest der Zeit verbringt die Schar auf einem ruhigen, vom Hauptlagerplatz abgelegenen Platz. Diese Aussenlagerplätze teilen sich je zwischen zwei und neun Scharen, was 150 bis maximal 450 Personen entspricht.
  • Zeltlager – was bedeutet das? Und ist das nicht gefährlich?
    In erster Linie verspricht ein Zeltlager eine einmalige Erfahrung mitten in der Natur, die den Kindern und Jugendlichen für immer in Erinnerung bleiben wird. Die Erfahrung zeigt, dass die Unfallgefahr in einem Zeltlager nicht höher als bei jedem anderen Lager ist. In der Planung und Organisation sind das OK sowie die Scharen besonders auch auf allfällige kritische oder gefährliche Situationen (Unfälle, Stürme etc.), vorbereitet und sensibilisiert. Die Kinder befinden sich dementsprechend rund um die Uhr in einem sicheren Umfeld, wofür sich alle Leitenden einsetzen.
  • Wer ist für die Sicherheit zuständig?
    Hier sind wir mehrstufig aufgestellt.

    Im Lageralltag sind die Leitungsteams der einzelnen Scharen für ihre Kinder verantwortlich. Diese Teams bestehen aus vielen teils sehr erfahrenen jungen Erwachsenen, von welchen beinahe alle eine oder mehrere spezielle Ausbildungen genossen haben. Durch diese sind die Leitungsteams in der Lage, ein sicheres, vielfältiges und kindergerechtes Lager durchzuführen.

    Um auf übergeordnete Gefahren wie Unwetter und Überschwemmungen vorbereitet zu sein, verfügt das OK ausserdem über ein sehr personalstarkes Ressort Sicherheit. Dieses beschäftigt sich seit bald drei Jahren mit Fragen der Unfallverhütung und Notfallplanung. Dabei entstand ein detailliertes Sicherheitskonzept mit durchdachten Massnahmen bis hin zur Evakuierung in die zur Verfügung stehenden Notunterkünfte. Im Kantonslager wird die Situation laufend überwacht und im Ernstfall werden die nötigen Massnahmen zentral getroffen.
  • Was passiert in einem Notfall?
    Jede Schar verfügt über ein Notfallauto, um schnell reagieren zu können. Ausserdem ist die örtliche Sanität auf den Anlass vorbereitet. Auch in der Nacht steht eine Nachtwache zur Verfügung. Für die Leitenden gibt es ausserdem eine 24h-Notfallnummer, wo ihnen vom OK weitergeholfen wird.
  • Unsere Schar hat noch nie gezeltet – woher sollen die das können?
    Ja, auch für viele Leitungsteams stellt ein Zeltlager eine neue Erfahrung dar. Aber keine gänzlich unbekannte. In den J+S-Kursen hat der Grossteil der Leitenden das Wichtigste rund um Pioniertechnik und das Lagerleben im Freien erlernt. Scharen, die noch nie gezeltet haben, werden ausserdem vom OK und den anderen Scharen mit Material und Know-how unterstützt. Das Kantonslager ist schliesslich auch dafür da, um Scharen ihr erstes Zeltlager zu ermöglichen und Wissensaustausch zu fördern.
  • Kann es in der Nacht nicht sehr kalt werden? Und verursachen so viele Leute auf dem Zeltplatz nicht auch eine Menge Lärm?
    Ja, auch im Sommer kann es in der Nacht kalt werden. Daher ist eine gute Ausrüstung für jedes Wetter in einem Zeltlager besonders wichtig. Für den Notfall stehen zudem viele Wolldecken zur Verfügung. In der Nacht wird es nicht laut, da die Leitenden sicherstellen, dass die Nachtruhe eingehalten wird.
  • Ist ein Zeltlager weniger hygienisch?
    Auf jedem Lagerplatz gibt es fliessend Wasser zum Waschen und Zähne putzen. Gegenüber einem Hauslager gibt es aber den Unterschied, dass man nicht jeden Tag duschen kann. Es wird jeden zweiten Tag geduscht, was durch die Leitenden kontrolliert wird.
  • Ist die Zeckengefahr erhöht?
    Wie in jedem anderen Lager werden die Kinder regelmässig auf Zecken kontrolliert. Sollte ein Kind von einer Zecke gebissen werden, wird diese vollständig entfernt, verbrannt und protokolliert. Ebendiese Protokolle erhalten Sie nach dem Lager.
  • Kann das Zelt geflutet werden, sodass alles nass wird?
    Nein, denn die Zelte werden entweder auf Paletten gestellt, sodass sie rund 15 cm über dem Boden sind oder mit Wassergräben umzogen. Eine Flutung des Zeltbodens ist somit nahezu ausgeschlossen. Das OK ist speziell sensibilisiert auf die Gefahr des Hochwassers und hat im Sicherheitskonzept detaillierte Massnahmen bis hin zur vorsorglichen Evakuierung des Geländes verabschiedet. Die Möglichkeit besteht, nasse Kleider in Material-, Essens- oder anderen Zelten aufzuhängen und zu trocknen.
  • Dürfen wir unser Kind im Lager besuchen?
    Grundsätzlich sind die meisten Leitungsteams gegen Besuche, da Kinder erfahrungsgemäss umso mehr unter Heimweh leiden. Da das Lager nur eine Woche dauert, findet auch kein öffentlicher Besuchstag statt. Für Interessierte an Pionierbauten oder an der ganzen Organisation gibt es einen Besucherpavillon mit Restaurant auf dem Hauptlagerplatz. Weiteres dazu finden Sie auf der Homepage kala18.ch.

Mit diesen Informationen möchten wir Sie, liebe Eltern, nochmals dazu ermutigen, auch Ihr Kind für das Kantonslager anzumelden. Der Anmeldeschluss ist auf den 30. Juni 2018 verlängert worden. Gerne möchten wir Ihnen aber auch die Möglichkeit bieten, direkt mit uns Kontakt aufzunehmen, um weitere Fragen persönlich zu klären. Schliesslich sollen alle Kinder unserer Scharen (und natürlich auch Sie) mit Vorfreude und ohne Sorgen auf das Kantonslager blicken können.

Kontakt:
Lukas Stucki, Hauptleitung Kantonslager SG/AI/AR/GL 2018
brkl18ch
+41 79 266 46 53

St Galler Kantonalbank