Banner_39

Sicherheit – unser grösstes Anliegen

Sicherheit ist zentral. Unsere Stellungnahme zu den häufigsten Ängsten und Zweifeln rund um das Kala '18.

51 Jubla-Scharen der Kantone SG/AI/AR/GL werden diesen Sommer am Kantonslager 2018 im Rheintal teilnehmen. Ein einmaliges Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Nicht zuletzt auch, da sich die Gelegenheit, Teil eines so grossen Anlasses zu sein, nicht mehr so schnell bieten wird.

Natürlich ist ein so grosses Lager aber auch in vielen Bereichen Neuland – so wird es z.B. für einige Scharen das erste Zeltlager überhaupt sein. Wir nehmen die damit einhergehenden Sorgen und Ängste sehr ernst und stellen die Sicherheit aller Teilnehmenden über alles. Was das genau heisst, beantworten wir gleich anhand der häufigsten Fragen.

2'500 Teilnehmende – ist mein Kind da noch sicher?

Ja, das Lager ist ein sehr grosser Anlass, die Kinder verbringen den Grossteil ihrer Zeit aber wie gehabt in der ihnen bekannten Schar. Alle Teilnehmer kommen nur vier Mal, bei den sogenannten Big Points, zu kürzeren gemeinsamen Aktivitäten zusammen. Hier lebt der Geist des Kantonslagers, natürlich bringt eine solche Menschenmasse aber auch Herausforderungen mit sich.

Wir sind uns dieser Risiken bewusst. Darum wurden für die Big Points sehr grosse Flächen mit viel Platz pro Person und offenen Fluchtwegen gewählt. Ausserdem setzen wir gezielt einen privaten Sicherheitsdienst ein.

Den Rest der Zeit verbringt die Schar auf einem ruhigen, vom Hauptlagerplatz abgelegenen Platz. Diese Aussenlagerplätze teilen sich je zwischen zwei und neun Scharen, was 150 bis maximal 450 Personen entspricht.

Zeltlager – was bedeutet das? Und ist das nicht gefährlich?

In erster Linie verspricht ein Zeltlager eine einmalige Erfahrung mitten in der Natur, die den Kindern und Jugendlichen für immer in Erinnerung bleiben wird. Die Erfahrung zeigt, dass die Unfallgefahr in einem Zeltlager nicht höher als bei jedem anderen Lager ist. In der Planung und Organisation sind das OK sowie die Scharen besonders auch auf allfällige kritische oder gefährliche Situationen (Unfälle, Stürme etc.), vorbereitet und sensibilisiert. Ihr Kind wird sich dementsprechend rund um die Uhr in einem sicheren Umfeld befinden, wofür sich alle Leitenden einsetzen.

Wer ist für die Sicherheit zuständig?

Hier sind wir mehrstufig aufgestellt.

Im Lageralltag sind die Leitungsteams der einzelnen Scharen für ihre Kinder verantwortlich. Diese Teams bestehen aus vielen teils sehr erfahrenen jungen Erwachsenen, von welchen beinahe alle eine oder mehrere spezielle Ausbildungen genossen haben. Durch diese sind die Leitungsteams in der Lage, ein sicheres, vielfältiges und kindergerechtes Lager durchzuführen. Ausserdem wird jedes Lagerprogramm durch einen sehr erfahrenen J+S-Coach Korrektur gelesen. Dies stellt sicher, dass die Programmpunkte so sicher wie möglich gestaltet werden und dass sich die Scharen ausreichend auf das verbleibende Restrisiko vorbereiten.

Um auf übergeordnete Gefahren wie Unwetter und Überschwemmungen vorbereitet zu sein, verfügt das OK ausserdem über ein sehr personalstarkes Ressort Sicherheit. Dieses beschäftigt sich seit bald drei Jahren mit Fragen der Unfallverhütung und Notfallplanung. Dabei entstand ein detailliertes Sicherheitskonzept mit durchdachten Massnahmen bis hin zur Evakuierung in die zur Verfügung stehenden Notunterkünfte. Im Kantonslager wird die Situation laufend überwacht und im Ernstfall werden die nötigen Massnahmen zentral getroffen.

Was passiert in einem Notfall?

Jede Schar verfügt über ein Notfallauto, um schnell reagieren zu können. Ausserdem ist die örtliche Sanität auf den Anlass vorbereitet. Auch beim Schlafen steht eine Nachtwache zur Verfügung. Für die Leitenden gibt es ausserdem eine 24h-Notfallnummer, wo ihnen vom OK weitergeholfen wird.

Unsere Schar hat noch nie gezeltet – woher sollen die das können?

Ja, auch für viele Leitungsteams stellt ein Zeltlager eine neue Erfahrung dar. Aber keine gänzlich unbekannte. In den J+S-Kursen hat der Grossteil der Leitenden das Wichtigste rund um Pioniertechnik und das Lagerleben im Freien erlernt. Scharen, die noch nie gezeltet haben, werden ausserdem vom OK und den anderen Scharen mit Material und Know-how unterstützt. Das Kantonslager ist schliesslich auch dafür da, um Scharen ihr erstes Zeltlager zu ermöglichen und genau diesen Wissensaustausch zu fördern.

Wird es in der Nacht nicht zu kalt? Und wie steht es um den Lärm bei so vielen Leuten?

Ja, auch im Sommer kann es in der Nacht kalt werden. Daher ist eine gute Ausrüstung für jedes Wetter in einem Zeltlager besonders wichtig. Für den Notfall stehen zudem viele Wolldecken zur Verfügung. In der Nacht wird es nicht laut, da die Leitenden sicherstellen, dass die Nachtruhe eingehalten wird.

Ist ein Zeltlager weniger hygienisch?

Trotz «Natur pur» ist die Hygiene im Kala '18 immer gewährleistet:
Auf jedem Lagerplatz gibt es fliessend Wasser zum Waschen und Zähne putzen. Geduscht wird jeden zweiten Tag, was durch die Leitenden kontrolliert wird. Auch die Lagerküchen wurden eingehend auf den korrekten Umgang mit Lebensmitteln in einem Zeltlager sensibilisiert. 

Ist die Zeckengefahr erhöht?

Zecken sind bei jeder Aktivität im Freien ein reales Risiko – so auch im Kala '18. Darum werden die Kinder regelmässig auf Zecken kontrolliert. Sollte ein Kind von einer Zecke gebissen werden, wird diese vollständig entfernt, verbrannt und protokolliert. Diese Protokolle erhalten die Eltern nach dem Lager.

Kann das Zelt geflutet werden, sodass alles nass wird?

Nein, denn die Zelte werden entweder auf Paletten gestellt, sodass sie rund 15 cm über dem Boden sind, oder mit Wassergräben umzogen. Eine Flutung des Zeltbodens ist somit nahezu ausgeschlossen. Das OK ist speziell sensibilisiert auf die Gefahr des Hochwassers und hat im Sicherheitskonzept detaillierte Massnahmen bis hin zur vorsorglichen Evakuierung des Geländes verabschiedet. Nasse Kleider können in Material-, Essens- oder anderen Zelten aufgehängt und getrocknet werden.

Dürfen wir unser Kind im Lager besuchen?

Grundsätzlich sind die meisten Leitungsteams gegen Besuche, da Kinder erfahrungsgemäss nach einem Besuch eher unter Heimweh leiden. Da das Lager nur eine Woche dauert, findet auch kein öffentlicher Besuchstag statt. Gerne begrüssen wir Sie aber im Besucherpavillon mit Beizli auf dem Hauptlagerplatz.

Weitere Fragen? Gerne.

Machen Sie bitte nicht die Faust im Sack. Viel lieber stehen wir ihnen persönlich Red und Antwort, damit alle Kinder – und natürlich auch Sie als Eltern – mit Vorfreude und ohne Sorgen auf das Kantonslager blicken können.

Ich freue mich darauf.

Lukas Stucki v/o Ebra
Hauptleitung Kantonslager 2018
Tel. +41 79 266 46 53
brkl18ch 

St Galler Kantonalbank